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Andorella
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Beitrag von Andorella »

In der Bibliothek des arkanen Instituts zu Sturmwind finden sich literarische Standardwerke über Magietheorie, sowie Schriften aus der Feder von Andorella Egromond persönlich.
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Andorella
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Buch - Schulen der Arkanen Magie - Egromond Manifest

Beitrag von Andorella »

Auszug aus dem Egromond Manifest - Die Schulen der Arkanen Magie

Um dem Egromond Manifest auch weiter eine wissenschaftliche Note zu verleihen, sei eine oberflächliche Zusammenfassung der "Schulen der arkanen Magie" notiert.

Bei der einfachen Expertise handelt es sich um eine Sammlung persönlicher Erkenntnisse, Forschungen und Erfahrungen, gepaart mit der wissenschaftlichen Grundlage diverser arkaner Schriften. Ausschlaggebende literarische Werke aus den Archiven Dalarans, sowie der Akademie der arkanen Künste und Wissenschaften zu Sturmwind waren hierbei zielführend. An dieser Stelle sei mein persönlicher Dank an Maginor Dumas vermerkt, welcher stets sein Wissen mit mir teilte. Ihm verdanke ich ihm wesentlichen die erfolgreiche Absolvierung des höheren Studiums um die Schulen der arkanen Magie.

Es mag mir stets ein persönlicher Drang sein, die Magie selbst dem Volk näher zu bringen. Auf zu zeigen, welch positive Wertschöpfung daraus hervor gehen kann. Der bedachte und sorgsame Umgang mit dieser Macht kann ein Beitrag für eine bessere Welt sein. Auf verantwortungsvolle Weise darf Magie ihren Weg in das Leben finden und dort Einzug erfahren, wo es zum Guten gedacht sein mag. Die arkane Forschung und Wissenschaft zeigt den sozialen und gesellschaftlichen Geflechten Wege und Optionen auf, um einerseits aus den Erkenntnissen der Vergangenheit die Zukunft positiv zu gestalten. Andererseits werden Möglichkeiten offenbart, mit Magie den Herausforderungen der Zeit zu begegnen. Der Weitblick, der in keinem Kontrast zu Glauben oder Politik steht, darf dafür angenommen werden. Es sind immer die Absichten, welche die Ergebnisse prägen und wenn dies mit Vorsicht, Kontrolle und Sorge von statten geht, dann ist dies der wahre Weg!

Bannung

Jene Zauber weisen eine anti – magische Komponente im Thesiskern vor und dienen der Abwehr als auch zum Schutz vor destruktiven Zaubern. Bannzauber zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass die gewünschte Wirkung meist spontan eintritt, sprich keine Aussprache einer langwierigen Formel notwendig ist. Des weiteren kann auch die Handgestik dafür als kurz eingestuft werden. All dies fokussiert die Tatsache, dass schließlich akut reagiert werden muss, sollten Bannzauber gesprochen werden.

Im Formel Kanon finden sich Sprüche, welche die Durchführung eines Zaubers vom Gegenüber gar unterbrechen. Hervorragend geeignet, um eine feindlich eingestufte Gesinnung erst gar nicht Realität werden zu lassen. Die Wirkung des Gegenübers verblasst, bevor sie überhaupt Form annimmt.

Zur Abwehr dunkler Künste kann man aus dieser arkanen Schule auch Sprüche entnehmen, die destruktive Zauber, welche an ein Ziel gehaftet sind, entfernen. Weitreichend perfektioniert lassen sich damit gravierende magische Negativeffekte vollkommen lösen.

Des weiteren bringt diese arkane Schule effiziente Schutzzauber hervor, gar magische Schilde, welche den Zauberkundigen in einen unsichtbaren Mantel hüllen. Jene energetischen Muster absorbieren somit eintreffende magische Effekte, worauf der Schutzzauber zwar an Stabilität verliert, den Zauberkundigen jedoch (meist) schützt.

Verzauberung

Die Kunst der Verzauberung darf ebenso als Beruf tituliert werden. Auch Jenen, welche nicht mit der Gabe der arkanen Macht beglückt wurden, sei es gegönnt, dieses Handwerk zu erlernen. Bei der Verzauberung handelt es sich um einen Akt magischer Einwirkung auf ein profanes Objekt. Das Zielobjekt wird dadurch in seiner Struktur verändert oder Eigenschaften werden diesem gezielt hinzugefügt. Um diesen Prozess durchführen zu können, bedarf es einerseits der Handhabung eines Utensils, der Zauberrute. Andererseits die nötigen Essenzen, magischen Splitter oder Staubpartikeln, kurz Materialien oder arkane Paraphernalia. Für die magische Artefaktherstellung führt kein Weg an der Verzauberung herum, diese arkane Schule kann als Quintessenz dafür unterstrichen werden. Ferner ist es mittels des notwendigen Wissens und der Zauberrute möglich, magische Gegenstände destruktiv zu behandeln um infolge Materialien aus dem Vorgang zu gewinnen. Meister dieser Kunst kreieren damit phantasievolle Gegenstände, gar Kleinod mit symbolischer Wirkung, Waffen welche mit magischer Kraft verstärkt wurden oder verleihen ihrer Gewandung bestimmte Attribute. Da jene arkane Schule somit auch in Handel und Wirtschaft eine tragende Rolle einnimmt, finanzieren sich daher so manche Zauberkundige ein luxuriöses Leben.

Illusion

Der magische Blick hinter die Kulissen des Bühnentheaters unserer Realität verrät uns, dass die Betrachtung jedes Blickes getäuscht werden kann. Bei dieser arkanen Schule beginnt man die fassbare Wirklichkeit zu hinterfragen, indem man ein imaginäres Double von Jener erschafft. Mögen gar Manche einen schöpferischen Akt hinein interpretieren, kann ich dies jedoch nur mit Kopfschütteln beantworten, wohl nebenbei angemerkt. Der Visualisierungseffekt ist hierbei von höchster Bedeutung, sprich den Wunsch vor seinem Auge -imagenieren. Was oft als Jahrmarkts Gaukelei zur Belustigung abgetan wird, zeichnet sich in Wahrheit als hoch komplexes, arkanes System aus. Die dichte Struktur hinter des für das einfache Auge sichtbaren, wird neu geformt. Der Realität selbst wird ein schleierhafter Nebel vorgezogen, der den Betrachter verzaubert, täuscht oder belustigt. Je nach Grad der Anwendung kommt die Realitätsdichte zum tragen. Dies bedeutet, wie echt ein illusionäres Bild wirkt. Meister dieser Schule formen Illusionen derart identisch mit der Wirklichkeit, dass lediglich bestimmte Weissagung Zauber die Wahrheit hinter der Täuschung lüften können. Mittels des Unsichtbarkeitszaubers, dem Illusions Zauber par exzellance, verschmilzt der Zauberkundige mit der Umwelt um sich, wird eins mit dem für das Auge fassbare. Der Zauberkundige kann sich nach der korrekten Formelaussprache so zu sagen hinter die Realität verflüchtigen und ungehindert agieren. Erst die erneute Aussprache eines Zaubers oder der Ablauf der Wirkung beenden diesen Zustand. Weiteres ist es möglich, dass der Zauberkundige identische Kopien seiner selbst erschafft, welche zur Verwirrung seines Gegenübers führen. In kombativen Zonen gewinnen solche Duplikate enorme Bedeutung, vermag es sich als kompliziert gestalten, den wahren Zauberer somit zu erfassen.

Beschwörung

Die Kunst der Invokation ist es, Materielles oder eine Wesenheit von einer bestimmten Lokalität mittels eines magischen Rituals oder Zaubers zu sich herbei zu ordern. Als Indikator darf, je nach elementarer Sparte der Magiekunde, eine rituelle Zeremonie oder ein magischer Akt genannt werden. Die Beschwörung von elementaren Essenzen, wie Wasser, gleicht einer Manifestation eben solcher Partikel und führt diese in ihrer Grundstruktur zusammen. Man beschwört so zu sagen die Grundbestandteile herbei und verbindet diese zu dem gewünschten Ergebnis. Durch solche Zauber lassen sich je nach Übung gar feste Nahrungsmittel herbei schaffen. Anders hingegen gestaltet sich dieser magische Akt bei elementaren, nekrotischen oder dämonischen Wesenheiten. Um derartig mächtige Präsenzen zu rufen und anschließend zu binden, bedarf es einer rituellen Handlung. Gerade bei Elementarwesen vermeide ich den Gebrauch des Wortes Beschwörung und ersetze diesen durch Herbeirufung. Erhabene Wesen wie ein Feuer- oder Wasserelementar sollte man stets um deren Hilfe bitten und ein zwanghaftes Aufdrängen von Wünschen vermeiden. Diese Maßnahme symbolisiert mehr eine sozialen Charaktereigenschaft, denn eine magischen Handlung. Eine Herbeirufung von Elementarwesen gestaltet sich meist etwas facettenreicher. Hierbei sollte man eine kleine Menge der Grundessenz bei sich tragen und diese in das Ritual einbinden. Anders hingegen ereignet sich dies bei der Beschwörung von Dämonen, diese werden wahrlich beschworen. Aufgrund ihrer bösartigen Gesinnung ist von einem Dialog und Bittgesuch ab zu sehen, wodurch ein zwingender Kontrollzauber im Anschluss unumgänglich sei. Von der Beschwörung dämonischer Wesenheiten ist strikt ab zu raten. Trotz der Tatsache, sie mittels Einflusszauber an sich binden zu können, ist das Risiko einer Verselbstständigung ihres Willens zu hoch.

Transmutation

Die materielle als auch substanzielle Veränderung des Raum-Zeit Gefüges. Jegliche Form dieser hoch komplizierten Expertisen, welche das Thema behandeln, dürfen als komplex und facettenreich bewertet werden. Ein intensiver, theoretischer Exkurs sollte jeder praktischen Zauberanwendung vorausgehen, denn etwaige Folgen in der Transmutation können fatale Ergebnisse hervor rufen. Die Manipulation des Zaubergewebes, der Matrix, erfordert einerseits Fachkenntnis und Verständnis der naturwissenschaftlichen Zusammenhänge, als auch das multi-dimensonale Denken. Man verändert bestehende Gesetze und erzielt durch diese Manipulation ein von Grund auf neues Ergebnis. Hervorgehoben haben sich vor allem Verwandlungszauber. Die elementaren Bausteine eines Subjekts oder Objekts werden temporär neu strukturiert und versetzt zusammen gefügt. Weiteres dürfen Zauber aus dem Teleportation Formel Kanon Erwähnung finden. Zauberkundigen ist es dadurch möglich, ihre Substanz zu de-materialisieren und sie an einer ausgewählten Lokalität wieder zusammen zu fügen. Über kurze Distanz lässt sich dies mit guter Übung einfach zaubern. Weitere Strecken verlangen einerseits mentale Vorbereitung als auch die Ley energetischen Voraussetzungen. Ein Zauberkundiger kann sich nicht beliebig an einem Ort manifestieren. Zu guter Letzt dürfen Zauber Erwähnung finden, welche das Zeitgefüge selbst verändern. Man spricht hierbei von Zeitanomalien, weil man im wahrsten Sinne des Wortes Einfluss auf den geregelten temporären Ablauf unseres Seins nimmt. Von jenen Zaubern ist massiv ab zu raten, das gewünschte Ergebnis mag in keinem Kontext zu möglich verursachten Folgen stehen.

Weissagung

Jene arkane Schule, welche für jeden Zauberkundigen einen primären Stellenwert einnimmt. Sie liefert uns die Basis für alle bekannten Analyse Zauber. Das identifizieren von magischen Artefakten, die Betrachtung von arkanen Phänomenen, das Aufstöbern elementarer oder dämonischer Wesenheiten, hier überall kommt diese eine arkane Schule zum tragen. Sie ermöglicht uns den Blick hinter die Kulisse unserer sichtbaren Welt. Es mögen Formeln existieren, welche einem Einblicke in andere Welten, gar Sphären gewähren. Gerade Weissagungszauber bergen Lösungen falls man magisch begabte Wesen aufsucht oder gar die Muster bwz. die Matrix eines Zaubers detailliert entschlüsseln möchte. Der Wahrsagerei auf Jahrmärkten wie dem Dunkelmond Jahrmarkt spiegeln sich auf wissenschaftlicher Basis wohl zweifelhafte Moralaspekte, jedoch basieren diese Nodices auf dem selben Formel Kanon wie einige Weissagungs Zauber. Dieser arkanen Schule darf ein wohl zurecht aufgeblähtes Zeitfenster zugesprochen werden, denn bedient es sich der grundlegenden Elemente, welche jeder Zauberkundige am häufigsten als Notwendigkeit erachtet. Egal welche Spezialisierung ein Zauberkundiger in seiner Laufbahn oder Karriere wählt, ein Grundgerüst an Weissagung Zaubern ist notwendig um die Anforderungen im Bereich der Magie abdecken zu können.

Nekromantie

Klar eine dunkle Justierung der arkanen Magie. Diese widerwärtige Form von Zauberei bedient sich nicht nur der Reanimation lebloser Materie, sondern zieht auch diverse Sprüche mit ein, die Krankheiten oder Fäulnis hervor rufen. Schattenmagie darf als primär gewichtiges Beispiel genannt werden. Derartige Zauber manifestieren ein maximales Ergebnis bei einem im Vergleich dazu gering gehaltenem Aufwand. Die spektralen Fäden werden auf magische weise korrumpiert, der polare Vortex destabilisiert. Die Konsolidierung von stützenden Ritualen erhöhen die Effizienz der Wirkung und vereinfachen die Zauberhandlung enorm. Historische Schriften und Augenzeugenberichte belegen jedoch die These, dass derartige Anwendung arkaner Magie mentale als als auch gesundheitliche Schäden mit sich führen. Sowohl aus moralischer als auch wissenschaftlicher Sicht ist von der aktiven Ausführung strikt ab zu raten, was jedoch Informationsbeschaffung dazu nicht ausschließt. Denn jene theoretischen Grundlagen können dazu dienlich sein, solch schändliche Akte zu identifizieren und aktiv dagegen vor zu gehen.

Hervorrufung

Die Sparte der kombativen Anwendungsnatur, sprich Gefechtsmagie. Hierbei handelt es sich um die Manifestation arkaner Energie, welche entweder als solche oder verändert zu elementarer Kraft gebündelt seinem Gegenüber zugebracht wird. Die Kampfmagie wird entweder mittels Gestik und Formelaussprache hervorgebracht oder durch einen Kanalisierungseffekt über einen Zeitraum gewirkt. Diese beiden Methoden dürfen als die gängigsten und effizientesten tituliert werden. Zauber mit Gestik und Formelaussprache unterscheiden sich wiederum in sofort gewirkte Spontanzauber und in Zauber, welche neben der Aufbringung von Mana auch den Faktor Zeit benötigen. Enorme Effekte können gar bei Zaubern mit flächendeckender Wirkung erzielt werden, welche die geballte Kraft der Urelemente entfesseln. Nicht selten werden solche Zauber im Gemütszustand Zorn gesprochen, was deren Wirkung mitunter fatal unterstreicht. Die Kampfmagie weist mannigfaltige Formeln vor, grundlegend werden jene in Feuer-, Frost-, Arkan- und Schattenzauber grob unterteilt. Hinzu gliedern sich noch aus fremden Repräsentationen die Elementarmagie der Schamanen, sowie die Naturmagie der Druiden. Hin und wieder werden Vergleiche zu den Gebeten des Lichts gezogen, welche jedoch in keinster Weise mit Magie behaftet sind. Bei jenen Sprüchen handelt es sich klar um liturgische Anrufungen. Die Kampfmagie findet in Zeiten wie diesen natürlich erhöhten Zulauf und erfreut sich eines breiten Interessensspektrum.
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Andorella
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Buch - Nordend Konflikt - Egromond Manifest

Beitrag von Andorella »

Der Nordend - Konflikt

Verfasst im Jahre 28 n.d.Ö.d.d.P.

Heute stellt Dalaran einen zentralen Mittelpunkt in meinem Leben dar. Durch meine Mitgliedschaft im Kreis der Magier ist es mir nicht nur gegönnt mit Kollegen gemeinsam dem Studium nach zu gehen, sondern auch in den Türmen eine kleine Wohnung mein Eigen nennen zu dürfen. Betrete ich heute per Portal oder auf profanem Wege die schwebende Stadt der Kirin Tor, so sind jene Schritte durch Frieden und Wohlwollen gekennzeichnet. Freundliche Grüße der Gelehrtenschaft, der Händler oder Besucher hallen mir entgegen. Die angenehme Kühle untermalt den strebsamen Alltag der hiesigen Gesellschaft. Doch dies war nicht immer so.

Als Arthas seine eisigen Arme nach der Welt streckte, als ein neuer Aufmarsch die kriegsmüden Nationen aus der Scherbenwelt holte, trat die königliche Botschaft Sturmwinds an mich als einfache Diplomatin heran. Umgehend wurde ich von Shattrath nach Nordend versetzt, Anfangs zur Valianzfeste. Über ein Jahr verweilte ich bis dahin in einer surrealen Welt aus Pilzgeflechten und zerrissenem Gestein unter einem fremden Sternenhimmel. Doch der eisige Norden sollte mir weder die suchende Abwechslung noch Erholung bringen. Die mehrwöchige Schiffsfahrt unter den wilden Matrosen und Haudegen der königlichen Marine gestaltete sich fordernd und es war nicht immer einfach, sich als Frau, geschweige denn als Magierin, behaupten zu können. Die Ankunft war herbe und ich landete mitten im Kriegsschauplatz an den Stränden. Einschläge von Geschossen, das Fauchen der untoten Lufteinheiten und die Schreie unserer Soldaten, all jene Geräusche wurden in jener Zeit zu meinen Begleitern. Lediglich das Verstummen der Schreie unserer tapferen Kämpfer ließ mich noch mehr erschaudern. Die Frontlinie verlief die ersten Wochen so ungünstig, dass ich gezwungen war auf der Valianzfeste zu verweilen. Dies verzögerte die Ausübung meines diplomatischen Dienstes. Schließlich bereiste ich mit einem Kontingent der königlichen Truppen das Gebiet der Kalu ak. Befehlshaber des Trupps war Lord Lertors von Fenris, ein nobler Ritter Lordaerons, den ich schon bald als engen Freund titulieren durfte. Er begleitete mich darauf sogar nach Dalaran und während meines diplomatischen Auftrages suchte er mich immer wieder in der schwebenden Stadt auf. Zwar vermag ich auf einer Hand ab zu zählen, wie oft ich selbst in Gefechte involviert war, dennoch hinterließ dies seine Spuren an mir. Aufgrund der wenigen Erfahrung empfand ich weder ein heroisches Gefühl, noch Stolz über mein Beiwirken im Kampf. Im Gegenteil, schweißgebadete Nächte, ein immer wiederkehrendes Trauma, das ist mein Resultat aus jenen Tagen. Oft stützte mich Lord Lertors in dunklen Stunden und gewiss war auch mein diplomatischer Dienst von so mancher Dunkelheit und Sorge geprägt. Ich erinnere mich noch gut, als geplante Geheimverhandlungen mit den Vyrkul erst gar nicht Realität wurden. Gegen Mitte des Krieges hätte dieses Unterfangen die Vyrkul dazu bewegen sollen, ihrem Bündnispartner Arthas den Rücken zu kehren. Nicht nur auf den Schlachtfeldern musste die Allianz Rückschläge verbuchen, auch auf dem Verhandlungstisch. Hierbei wurde ich vor allem Zeuge von der brutalen Vehemenz des künftigen Kriegshäuptlings Garrosh. Jener war damals schon sehr darum bemüht, gegen statt mit uns dem gemeinsamen Feind zu trotzen. Seine Bestrebungen waren von verhasstem Fanatismus geprägt und spiegelten sich in purer Aggression wieder.

Wir alle fanden Ablenkung in diesen fordernden Zeiten. Lord Lertors ertrank seine Sorgen hin und wieder in den Tavernen der Feste Wintergarde und ich widmete mich dem Studium der Schulen der arkanen Magie unter Erzmagier Vargoth. Wir kamen durch und erlebten das plötzliche, stumme Verharren der Geißel und die Niederlegung der Waffen ihrer Verbündeten. Doch wir trugen teils sichtbare und noch mehr unsichtbare Narben aus dem Konflikt davon.

So ist es mir ein Anliegen, eine einfache Zusammenfassung über den Nordend Konflikt hier nieder zu schreiben. Diese spiegelt lediglich meine Erfahrungen, Empfindungen und Wahrnehmungen darüber in einem kurzen Resümee. Die Geschichtsbücher mögen es detailreicher darstellen und jene sollte man auch zu Rate ziehen. Aber ich möchte ergänzen, dass die Schrecken und Wirren des Krieges Eines hervor brachten – Einigkeit! Ideologische Grenzen wurden überwunden, einstige Widersacher stürmten Hand in Hand und Seite an Seite in die Schlacht zum Trotz wider der Finsternis.

Zu Beginn dieses selbst verfassten Schriftstückes, welches einen der größten Kriege im Zeitalter nach der Öffnung des Dunklen Portals behandelt, darf ich grundlegend die beiden Konflitkparteien anführen. Diese standen sich grob im Jahre 27 gegenüber:

1. Allianz, Horde, Kirin Tor, Argentumkreuzzug, Ritter der Schwarzen Klinge, Kalu ak

2. Geißel, Kult der Verdammten, einige Vyrkul Stämme, Drakkari-Trolle

(3. Scharlachroter Ansturm – ging sowohl gegen Allianz/Horde als auch die Geißel vor)

Der Wyrmruhpakt, welcher vorwiegend gegen den Blauen Drachenschwarm vorging, findet innerhalb der ersteren Kriegspartei lediglich einen peripheren Stellenwert.

Hierfür darf ich dezidiert darauf hinweisen, dass ich nicht auf die Vorgeschichte und einstigen Entwicklungen bzw. auf Personen eingehe und mich rein auf die Umstände des Konflikts beschränke. Fakten und Unterlagen sowie Personen Dossiers finden sich im Historie Abteil der Bibliothek Dalarans.

1. Phase: Invasion

Wir schreiben das Jahr 27 nach der Öffnung des Dunklen Portals. Die Welt atmet auf, die Brennende Legion wurde zurück gedrängt, Kil Jaeden gebannt und die Scherbenwelt großteils befriedet. Besonders die Allianz erfreut sich, dass der Erbe der Krone Sturmwinds, König Varian, aus der Gefangenschaft heil seinen rechtmäßigen Platz am Thron wieder einnimmt. Umso fataler schob sich der Umstand wie ein dunkler Schatten über Kalimdor und die Östlichen Königreiche, als Nekropolen über dem Himmel erschienen und ihre tödliche Ladung in Form untoter Soldaten freigaben. Dies läutete die Invasion des Lichkönigs in unsere Landen ein und sollte Panik und Verderben über die größeren Städte der Allianz und Horde bringen. Die Kernproblematik war jene, dass die Hauptstreitkräfte der Allianz und Horde noch immer in der Scherbenwelt gebunden waren. So lag es an den lokalen Verteidigern, freien Milizen aber im wesentlichen an Helden der beiden Fraktionen die Angriffe ab zu wehren. Nach Wochen des heftigen Kampfes gelang es den Helden beider Fraktionen die dunklen Heerscharen zu beseitigen und die Nekropolen durch die Vernichtung ihrer nekrotischen Steine zum Absturz zu bringen. Dieser hart erkämpfte Sieg trug jedoch die Note eines bitteren Beigeschmacks, es war die Erkenntnis, dass der Lichkönig Arthas zurück gekehrt war. Wohl Jahre lange scharte er Helfers Helfer um sich, ließ gewaltige militärische Produktionen ins Leben rufen nur um endgültig alles Leben von der Welt zu tilgen. Allianz und Horde entsandten Spähkommandos nach Übersee um die Lage in Nordend aus zu werten. Als erstes reagierten jedoch die Magier der Kirin Tor, welche in einem Magnum Opus der Magie ihre Stadt Dalaran aus dem Erdboden rissen und diese nach Nordend schweben ließen. Besonders sei hervorgehoben, dass somit die Magierschaft Dalarans Wegbereiter und Vorreiter für alle Anhänger im Kampf wider des verfluchten Lichkönigs wurde. Erzmagier Rhonins Engagement darf somit Würdigung finden.

2. Phase: Die Landung

König Varian, seines Zeichens Hochkönig der Allianz und Kriegshäuptling Thrall reagierten unabhängig voneinander drastisch und schnell. Es galt den Krieg zum Feind zu tragen, nach Nordend! Zwar verfolgten beide Fraktionen das selbe Ziel, dennoch war es ein Wettlauf in den Norden um sich Rohstoffe sowie Ruhm und Ansehen sichern zu können. Seitens der Allianz wurde bis dato die größte Expeditionsstreitmacht aufgestellt und alle internen Debatten schienen in Anbetracht von Arthas eisigem Griff nach der Welt zu verstummen. Die gewaltige Flotte setzte über und ein erster militärischer Erfolg konnte bei den Küsten errungen werden, an welchen Brückenköpfe errichtet wurden. Als Landungsorte für einen Erstschlag wurden die Boreanische Tundra und der Heulende Fjord auserwählt. Mehrere Gegenangriffe seitens der Geißel und mit deren Verbündeten Vyrkul scheiterten, die Landung an den Stränden des eisigen Kontinents glückte. Arthas sah sich mit der Tatsache konfrontiert, seine Feinde im eigenen Land bekämpfen zu müssen. Der anfängliche Erfolg wurde von dem aktiven Wegfall des engsten Verbündeten der Allianz und Horde getrübt. Die Kirin Tor waren mit der Aggression des Blauen Drachenschwarms plötzlich konfrontiert und führten später eine Sonderabteilung nach Ulduar, dort wurde ein Alter Gott entfesselt. Zur Freude der beiden Fraktionen führte Tirion Fordring eine reformierte Kombination der Argentumdämmerung und der Silbernen Hand über das Meer, den sogenannten Argentumkreuzzug. Dieser eröffnete mit diversen ansässigen Bewohnern Nordends wie den Kalu ak eine weitere Front gegen die Geißel. Viele unterdrückte Heimische schlossen sich dem Kampf gegen die Finsternis an. Zur fragwürdigen Freude der freien Fraktionen entzog sich eine Sonderabteilung von Todesrittern der Kontrolle des Lichkönigs und übten eine Rebellion in der Nekropole Archerus. Unter Darion Mograine wurden die Ritter der Schwarzen Klinge vereint und schlossen sich dem Kampf gegen ihren einstigen Meister an. Heftige Kämpfe entbrannten im Landesinneren und die engsten Verbündeten der Geißel, die Vyrkul und die Drakkari-Trolle, standen dem Lichkönig treu zur Seite. Einen schweren Schlag mussten Allianz und Horde an der Pforte des Zorns hinnehmen, an jener übte die Apothekervereinigung Unterstadts offene Revolution gegen ihre Fürstin Sylvanas und infolge der Horde. An dieser Stelle gedenken wir in Anerkennung Hochlord Bolvar Fordragon sowie dem Orc Kommandanten Saurfang, welche unter den zahlreichen Helden zu beklagen waren. Sie gaben ihr Leben für eine Zukunft in Freiheit! Als Antwort auf diese Schmach statuierte König Varian ein Exempel an Unterstadt und der Apothekeraufstand der Verlassenen wurde blutig nieder geschlagen. Die Tage des Krieges dauerten an, mittlerweile war ganz Nordend zum Spielbrett der Großmächte geworden und die jeweiligen Anführer schoben teils eifrig, teils vorsichtig ihre Spielfiguren über die Felder. Erst während des Krieges wurde das absolute Ausmaß von Arthas Macht bekannt. Die Geißel hielt fast den gesamten Kontinent fest im Griff. Das Volk der Neruber wurde durch die untote Essenz des Lichkönigs assimiliert und so standen sogar die höhlen artigen Gänge unter dem Erdboden der Geißel zur Verfügung. So sahen sich Allianz als auch Horde mit einer schieren Übermacht konfrontiert, welche es durch taktisches Kalkül zu schlagen galt.

Phase 3: Die Kriegswende

Trotz anfänglicher Erfolge wurde dem Kriegsrat bewusst, dass der Konflikt noch Jahre andauern könnte, würde kein entscheidender Sieg errungen.

Exkurs Kriegsrat: König Varian Wrynn, Kriegshäuptling Thrall, Garrosh Höllenschrei, Lady Jaina Prachtmeer, Erzmagier Rhonin, Tirion Fordring

Man beschloss eine Großoffensive gegen die zentrale Produktionsstätte der Geißel zu gestalten, Naxxramas. Arthas oberster Heerführer und Begründer der Lordaeron Geißel, Kel Thuzad, ließ dort ganze Armeen von Untoten erschaffen und trainieren. Die 7. Legion der Allianz weitete ihre Angriffe um der Feste Wintergarde aus während die Horde den Nachschub der Geißel von Zul Drak unterband. Namenhafte Helden beider Fraktionen stürmten darauf Naxxramas und setzten dem militärischen Taktiker, dem Lich Kel Thuzad, ein Ende. Der Sieg in der Nekropole war sowohl von militärischer als auch moralischer Bedeutung. Die darauffolgenden Wochen stockten sämtliche Vorhaben der Geißel und ganze Landstriche Nordends wurden von Allianz und Horde besetzt. Man bedenke, dass die diversen Fraktionen in den darauf folgenden Wochen mehr Terrain wett machten, als seit der Landung an den Küsten. In der Heimat von Allianz und Horde verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer und endlich keimte wieder junge Hoffnung in Angesicht des Grauens auf.

Phase 4: Die Schlinge zieht sich zu

Alle Blicke richteten sich von nun an auf eine Region – Eiskrone. Der Argentumkreuzzug verbuchte mehrere Erfolge im Osten des Landes und die Kirin Tor boten von ihrer nahen, schwebenden Stadt aus Warennachschub und Truppenverpflegung. Die Vorbereitungen für den letzten massiven Angriff liefen auf Hochtouren, der finale Schlag sollte den Krieg beenden, der noch immer über ganz Nordend tobt. Im Norden von Eiskrone wurde als Affront gegen den Lichkönig direkt vor seiner Haustür ein großangelegter Turnierplatz des Argentumkreuzzuges errichtet. Dieser sollte als Vorbereitungen für den Endschlag dienen. Obwohl sich für die Geißel die Niederlage militärisch abzeichnete, dachten die mit ihnen verbündeten Vyrkul nicht an Kapitulation. Als Antwort auf den sturen Durchhaltewillen der Vyrkul führten Allianz als auch Horde massive Luftbombardements über deren Dörfer aus. Die Drachen des ansässigen Nordvolkes wurden heimlich gestohlen und sollten die Häuser ihrer einstigen Besitzer in Schutt und Asche legen. Nach der Flucht der Drakkari-Trolle legten schließlich auch die Vyrkul als letzte Verbündete von Arthas die Waffen nieder. Nachdem Arthas Versuch scheiterte, das Argentumturnier zu sabotieren, war der Kriegsausgang langsam gewiss und temporär absehbar. Die Vorbereitungen für den Marsch auf Arthas Sitz liefen auf Hochtouren, während Lady Jaina mit einer Sondereinheit der Kirin Tor sich selbst auf den Weg machte, ihre einstige Liebe zu stoppen. Unabhängig davon war es Rache, welche die Dunkle Fürstin Sylvanas antrieb und ebenso ein Kommando in die Eiskronenzitadelle entsandte um ihren einstigen Peiniger zur Strecke zu bringen.

Phase 5: Marsch auf Eiskrone

In ungewöhnlichen Zeiten werden ungewöhnliche Maßnahmen geschlossen, so sagt man. Licht und Schatten stellten sich gemeinsam den Widrigkeiten des Lichkönigs entgegen. Der Argentumkreuzzug und die Ritter der Schwarzen Klinge legten ihre ideologischen und spirituellen Differenzen beiseite und gründeten das Äscherne Verdikt. Ein symbolischer Schulterschluss zum Trutz wider Vorurteile und politischer Differenzen. Gemeinsam mit Allianz und Horde wurde ein gewaltiger Rammbock zur Zitadelle gebracht und unsanft am Tor des Hausherren angeklopft. So wurde die letzte Bastion von Arthas gestürmt, und weder seine absurden Konstrukte noch der vampirische Blutelfenadel vermochte den Zorn der Gemeinschaft auf zu halten. Namenhafte Helden aller Fraktionen stellten sich dem bislang größten bekannten Übel Arthas, der zu dem wurde, was er am meisten hasste und bekämpfte. Was sich schließlich am Frostthron zutrug und geschah bleibt ein Mysterium, ein wohl gehütetes Geheimnis. Fakt ist jedoch, dass die Geißel seither einem lethargischen Zustand verfallen ist und keine aktiven Handlungen mehr wahr nimmt oder ausführt.

Fazit: Mit Todesschwinges Ausbruch und dem damit einhergehenden Weltenbeben blieb Allianz und Horde kaum Zeit für eine Atempause. Beiden Fraktionen war es nicht möglich, sich dem sozialen Scherbenhaufen Nordend zu widmen und dauerhaft Fuß zu fassen. Die meisten Stützpunkte blieben aufrecht erhalten, Rohstoffe werden weiterhin abgebaut und Handel in der Region betrieben. Aufgrund anderweitiger Prioritäten hält man jedoch bitter die Augen vor der Realität verschlossen und wendet sich von der problematischen Hinterlassenschaft in Nordend ab. Was hat uns der Nordend-Konflikt hinterlassen?

Territoritale Betrachtung: Beide Fraktionen unterhalten noch heute Außenposten in den eisigen Landen. Ebenso werden gute diplomatische Beziehungen zu diversen Kriegshelfern gepflogen. Einige Organisationen, wie auch der Kreis der Magier, richtet Expeditionen dort aus und diverse Rohstoffe werden über die Weltmeere verschifft.

Politische Betrachtung: Einerseits ein unsicherer Zwangsfrieden mit einigen Vyrkulstämmen. Diese sind jedoch selbst heute noch kaum wirtschaftlich in der Lage den Verwüstungen in der Heimat Herr zu werden. Andererseits stellen die Drakkari einen gewissen unschätzbaren Risikofaktor dar. Der Kult der Verdammten, der magische Arm von Lebenden innerhalb der Geißel, agiert immer noch ungesehen in der Eiskrone. All dies sind reale Probleme, denen man sich nach Kriegsende entzog. Weder Allianz noch Horde sind willig diese Missstände thematisch zu behandeln, geschweige denn Hilfe zu leisten. Aktuelle Ereignisse um Pandaria werden ein mögliches Vorhaben diesbezüglich weiterhin aufschieben. Gefordert sind und bleiben regionale Gruppierungen, welche noch immer im eisigen Kontinent ausharren und die Ordnung bewahren. Nicht zuletzt darf infolge auch dem Kreis der Magier sowie der Goldenen Legion Dank und Anerkennung ausgesprochen werden, da diese hier eigentlich fremde Last stemmen und sich um Probleme annehmen, welche nicht die ihren sind.

Ideologische Betrachtung: Die wohl denkbar größte Errungenschaft aus dem Krieg ist eine nicht greifbare Erkenntnis, welche bedauerlicherweise nur aufgrund eines gemeinsamen Feindes geboren wurde. Gegensätze tiefsten Misstrauens und Abneigung fanden in Anbetracht des drohenden Untergangs in Form des Lichkönigs zu einander. Das gemeinsame Ziel wurde über persönliche Differenzen gestellt und legt Zeugnis davon ab, dass manche Probleme im Sozialen und in der Gesellschaft hausgemacht erscheinen. Was sich einst bekämpfte, saß Abends am Lagerfeuer oder im Besprechungsraum, Seite an Seite und Hand in Hand zog man in die Schlacht. Dieser humanitär katastrophale Krieg zeigte uns einfachen Individuen, dass man polarisiert von dem Gedanken der Gemeinschaft Unmögliches möglich machen kann.
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Andorella
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Buch - Arthas Erben - Egromond Manifest

Beitrag von Andorella »

Arthas Erben

Rückblickend betrachtet erwehrte sich Azeroth vieler Bedrohungen die letzten Jahre über. Die Brennende Legion war zurück gekehrt, Todesschwinge ausgebrochen und die Eiserne Horde verwüstete die südlichen Regionen unserer Heimat. Doch wie man dem Egromond Manifest entnehmen kann und der geneigte Leser willentlich ist zu vernehmen, war es eine Thematik, welcher ich ein Hauptaugenmerk widmete. Der Nordend Konflikt. Da ich selbst damals in diese Krise involviert war und an der Seite meines langjährigen Vertrauten Lertors von Fenris das ganze Ausmaß der untoten Geißel erlebte, weiß ich zu berichten.

Doch möchte ich der Allgemeinheit in jener Form dienlich sein, wie es sich für meine Zunft gehört, der Vermittlung von Wissen.

Viel zu lange blieb eben solches Wissen unter Verschluss, gar versperrt von Ketten aus Gesetzen und Traditionen. Schluss damit.

Ein kurzer Exkurs worauf ich hinaus möchte. Als ich vor Jahren dem Kreis der Magier beitrat rief ich im Zuge meines Studiums Vorlesungen, Diskussionen und arkan-wissenschaftliche Arbeiten ins Leben. Für meine Magistra-Maga Arbeit sollte mir seine ehrwürdige Magnifizenz Hasrabahl der Alte eine besondere Thematik zuteil werden lassen. Ein Projekt war bereits von zwei Gelehrten abgebrochen worden. Scheinbar wies das Thema eine hohe Note von Brisanz auf. Hinzu gesellte sich noch ein hoher Grad an unbekannten Risiken für Forscher, dessen Begleitung und die Goldene Legion selbst. Bei der Arbeit sollte es sich um nichts Geringeres handeln, als ein aktuelles Gutachten über die Geißel selbst zu erstellen. Ziel dieser Agenda war es die Befehlsmuster sowie die hierarchischen Strukturen der Armeen des Lichkönigs zu beleuchten und ferner Maßnahmen dagegen zu entwickeln.

Noch heute ist meine Person an die Regularien des Kreis der Magier gebunden, Wissen zu bewahren und zu verschließen. Doch erachte ich persönlich in Anbetracht der Widrigkeiten der letzten Jahre die Zeit als reif, Abstand von veralteten Traditionen zu nehmen. Mit Freuden verabschiede ich mich davon wenn ich dadurch Azeroth in irgendeiner Form dienlich sein kann. Eidbruch hin oder her, zum Schluss muss ich es doch mit meinem Gewissen vereinbaren, eine Tatsache mit welcher ich leben kann.

So wird es mir ein Anliegen sein, einen Auszug aus dem Werk „Arthas Erben“ hier im Egromond Manifest zu veröffentlichen. Vorweg bete ich zum Licht, dass der Tag nicht wiederkehren mag, an welchem wir uns gegen solch untotes Gezücht erwehren müssen. Doch sollte dieser verhasste Tag kommen, werden wir vorbereitet sein und vielleicht können nachfolgende Worte erste Maßnahmen begünstigen.
ARTHAS ERBEN
Book

Projekt „Arthas Erben“ Teil 1: Aasfelder vor Feste Wintergarde

Abschlussbericht

Tag der Ausführung: 22. Tag im ersten Monat ein Jahr nach Kriegsbeginn in Pandaria

Teilnehmer:

Tribun Ashara (Teilnahme und Beobachtung)

Magister Magus Laotan, Gelehrter (Teilnahme und Beobachtung)

Centurio Steinhauch von der Legion (Organisation Sicherheitswesen)

Anurdan von der Legion (Sicherheitsdienst)

Iseree, Gelehrte (Anfertigung von Kartenmaterial)

Nelie, Gelehrte (Installation der Mondkristalle)

Uri, Gelehrter (Installation der Elementarfragmente)

Mathwin von der Legion (Sicherheitsdienst)

Kontingent von Legionären unter dem Kommando von Centurio Steinhauch

Andorella Egromond


Maßnahme:

Setzung der Arkanen Signalgeber an vier Knotenpunkten (Schmiede – Haus bei Brücke – Sägewerk – Mühlen) und Aktivierung dieser. Kreation von umfassenden Kartenwerk.

Von den Signalgebern erfasste Anzahl nekrotischer Wesenheiten im Areal: 80 - 100

Sondierung der erfassten Untoten durch die Gelehrten sowie Auswertung der Arkanen Signalgeber:

(Die Namensgebungen fanden seitens der Legion statt um den Geißelmitgliedern einer Zuweisung ein zu ordnen, ob im kollektiven Bewusstsein der Geißel Namen/Ränge aufliegen, bleibt unbekannt)


Belagerungsschmied der Geißel

Untoten-Klassifizierung: Gerippe

Rang: Arbeiter

Tätigkeit: Reparatur/Instandhaltung hiesiger Kriegsgeräte

Verhalten: Konzentriert auf ihre Tätigkeit, holen Werkzeug und Material hin und wieder von Lagern herbei. Versuchen marodes Belagerungsgerät in Stand zu halten. (Aussichtsloses Unterfangen)

Besonderheit: Halten nach wie vor an ihrer Arbeit fest, welche einen sinnlosen Charakter annimmt. Kriegsgerät ist entweder irreparabel beschädigt oder gar in sich zerfallend. Monetär gehen sie weiter der Arbeit nach ohne die Praxis zu hinterfragen.

Herkunft: Wohl menschlicher Nordend Bewohner


Hinrloses Geschöpf

Untoten-Klassifizierung: Zombie (Konstruktion)

Rang: Schutzkraft

Tätigkeit: Patrouille im Zielgebiet

Verhalten: Streift (wahllos) über den Wegen das Gebiet ab, folgt keinem bestimmten Muster.

Besonderheit: Vermutlich eine Kombinations-Konstruktion verschiedener humanoider Einzelteile. Corpus mitunter von Drakkari-Trollen. Unauffälliger Nachgang der Ursprungstätigkeit. Scheint Befehle von hiesigen Todesrittern aus zu führen.

Herkunft: Verschiedene Leichen - Komponenten aus Nordend


Auferstandener Magier von Wintergarde

Untoten-Klassifizierung: Gerippe

Rang: Zauberwirkender Aufseher und Kontrolleur

Tätigkeit: Überwachung von Seuchenkesseln und Seuchen Apparatur

Verhalten: Irritiert, es scheint als lenkt diese Wesen der Drang ihrer Arbeit nachgehen zu müssen, was jedoch aufgrund des Fehlens der Seuchen Apparatur nicht mehr möglich ist.

Besonderheit: Besitzen wohl Grundkenntnisse in der arkanen Schule der Hervorrufung. Verfügen über ein Spektrum an Frostzaubern.

Herkunft: Vermutlich ehemalige Magiekundige aus den Reihen des Kults der Verdammten


Champion der Todesritter

Untoten-Klassifizierung: Leichnam beseelt mit dem Geist eines gefallen Ritters

Rang: Kommandant der lokalen Geißel Soldaten

Tätigkeit: Überwachung und Befehlsausübung

Verhalten: Reiten auf ihren Skelettrössern über die Felder. Richten direkte Befehle an die niederen Geißel Diener.

Besonderheit: In Dubio eigenständiges Agieren und Bewertung der Sachlage? Dennoch findet man eine äquivalente Unterscheidung zu den mental freien Rittern der Schwarzen Klinge. Stehen weiterhin unter höherer Kontrolle und handeln abhängig einer mental übergestellten Befehlsgewalt. Ohne feste Indizien geschweige denn Beweismaterial wage ich dennoch zu behaupten, dass eine permanent vorhandene Geistverbindung zu „Unbekannt“ besteht. Diese Spekulation bietet zu viel Angriffsfläche für heißen Diskussionsstoff und sollte ad akta gelegt werden. (Persönlicher Hinweis)

Herkunft: Alle Indizien sprechen auf ehemalige Ritter Lordaerons, welche einst mit dem jungen Prinz Arthas Nordend bereisten um Mal Ganis zu jagen. Die Reichsinsignien sowie das Lordaeronwappen war bei zwei Subjekten dezidiert aus zu machen.


Rachsüchtiger Spuk

Untoten-Klassifizierung: Verwester Leichnam

Rang: Vorhut

Tätigkeit: Überfall auf Dorfbewohner, Fußeinheit der Geißel

Verhalten: Chaotisch, orientierungslos, getrieben

Besonderheit: Das sinnlose Verhalten dieses Untoten wäre mitunter auf eine fehlende Befehlsgewalt zurück zu führen. Diese Spukgestalten sind innerhalb der Geißel von primitivster Natur und ohne eine klare mentale Ansage, verfallen diese wohl in Hysterie. Es wäre durchaus denkbar, dass sich jene Subjekte im Wahn gegen Ihresgleichen stellen.

Herkunft: Ein tragisches Ende zu Lebzeiten geht jenen Spukgestalten wohl voraus. Entweder handelt es sich hierbei um Verbrecher, welche ihre Strafe am Galgen erhielten oder gar um freiwillige Menschen, die sich durch den Tod die Erlösung im Lichkönig erhofften und freiwillig selbst den Strick um den Hals legten.


Schreckensknocheneindringling

Untoten-Klassifizierung: Gerippe

Rang: Soldat

Tätigkeit: Absicherung der Aasfelder

Verhalten: Spähend, kontrollierend

Besonderheit: Überreste von Rüstung an sich tragend, bewaffnet mit einfacher Axt

Herkunft: Anhand der teilweise vorhandenen Rüstung lässt sich mit großer Sicherheit sagen, dass es sich dabei um ehemalige Soldaten der Armee Lordaerons handelt. Diese brach im Jahre 20 auf Befehl Arthas nach Nordend auf um Mal Ganis zu jagen. Gerade Mitglieder dieses Expeditionskorps wurden Zeuge von Arthas dahingehenden mentalen Verfall und erlebten das noch nie dagewesene Grauen am eigenen Leibe. Es wäre denkbar, dass diese verdammten Seelen wie auch an den Stränden weiter südlich nur Ruhe finden, wenn man sie von ihrem kargen Dasein befreit.


Fazit: Anhand des Beispiels der vertretenden Geißel Untoten an den Aasfeldern lassen sich spezifische Kernpunkte vorweisen:

* Verhalten: Signifikant zieht sich ein roter Faden durch sämtliche Subjekte durch, nämlich mangelndes Aggressionspotential sowie eine primitiv geregelte Befehlsstruktur. Der beträchtliche Großteil verharrt ruhig, einige wenige Exemplare sind einem irrsinnigen Verhalten verfallen. All dies untermauert die These, dass diese Mitglieder der Geißel zwar weiterhin in irgendeiner Form unter Kontrolle stehen, jedoch keine aktiven Missionen ausführen.

* Herkunft: Die „Nordend – Geißel“ bei den Aasfeldern gliedert sich im groben in nachfolgende Exemplare mit Bezug auf Herkunft:

- Menschen (Ureinwohner) Nordends welche vom Lichkönig Nerzuhl als erstes mit der Seuche infiziert wurden.

- Menschen und Zwerge aus dem Expeditionskorps Lordaerons

- Diverse Leichenteile, vermutlich Drakkari-Trolle und Vyrkul

* Ausrüstung: Marginal, rostig und teils durch den Krieg abgenutzt

* Eingeschätzter Bedrohungsgrad (Stand Jahr 29): Aktuell (!!!) verweilt die „Nordend-Geißel“ in einen Stasis ähnlichen Zustand. Man kann sich den Subjekten bis auf wenige Schritt nähern. Mit einer Reaktion kann wohl erst gerechnet werden, wenn sie sich in irgendeiner Weise bedroht fühlen oder gewisse Umstände der Aggression ein setzen. Aus militärischer Sicht darf man erläutern, dass Ausrüstung und Waffen aufgrund mangelnden Nachschubs und Instandhaltung mehr als dürftig sind.

* Prognose: Weder auf magischer noch spiritueller Ebene lassen sich Schlüsse ziehen, warum dieser phlegmatische Umstand der Lethargie aktuell vorherrscht und wie lange dieser noch anhält. Gründe welche im Zusammenhang mit den Ereignissen am Frostthron stehen, dürfen als plausibel erachtet werden. Eine Garantie für eine permanente, gleichbleibende Verhaltensstruktur darf ich nach derzeitigen Stand der Wissenschaft nicht abgeben, dies wäre unseriös.

* Empfehlende Maßnahmen: Aus strategischer Sicht wage ich aufgrund mangelndem militärischen Fachwissen keine Beurteilung ab zu geben. Mit Freuden hoffe ich diesbezüglich auf eine Kundgebung seitens der Goldenen Legion. Grundsätzlich kann man einen dauerhaften Beobachtungsposten in der Region nur begrüßen um auf einen möglichen Kurswechsel der Geißel reagieren zu können.

* Arkane Untersuchung: Per Analysezauber aus dem Weissagung Formel Kanon lassen sich weiterhin nekrotische Muster aus der arkanen Schule der Nekromantie fest stellen. Diese beinhalten Komponente mit schwarzmagischen Kontrolleffekten. Eine Auswertung des energetischen Essenz Netzes untermauert diese These. Tendenziell ziehen sich diese essentiellen arkanen Knotenpunkte Richtung Eiskrone, vermutlich Frostthron. Es ist von einem kollektiven Bewusstsein aus zu gehen, welchem dem Einzelindividuum die Aufgabendurchführung grob vor gibt, aktuell jedoch wohl eher ruhig stellt. Als primitiver Vergleich darf ein staatenbildendes Insektenvolk erwähnt werden, wobei hierbei natürlich keine magische Quintessenz zum tragen kommt.

Auffälliges:

1. Einer Gruppe Untoter bei der Brücke kamen wir zu nahe. Die Legion währte ihren Angriff ab während der Signalgeber gesetzt wurde.

2. Die freigegebene arkane Magie des Signalgebers scheuchte die riesige Monstruosität auf. Die Gruppe war gezwungen sich kurzweilig zu verstecken.


Projekt „Arthas Erben“ Teil 2: Pestwald vor Stratholme, Östliche Pestländer

Abschlussbericht

Tag der Ausführung: 26. Tag im zweiten Monat

Teilnehmer:

Magistra Maga Botschafterin Elesis Ashyren

Magistra Maga Dekan Anouska

Magistra Maga Lucaya

Tribun Ashara Ebidan

Primus Pilus Lord Wolfram von Ehrenberg zu Lichtglanz

Centurio Thermon Thorwall

Leginär Celen

Studiosa Iseree

Studiosus Uria

Legionären Zoella

Ryga, persönlicher Vertrauter von Andorella

Andorella Egromond


Maßnahme:

Bewegung des Arkanen Transmitters auf der Hauptstraße des Pestwaldes. Beobachtung und Bewertung der Lordaeron Geißel durch Gelehrte und Legionäre.

Von dem Arkanen Transmitter erfasste Anzahl nekrotischer Wesenheiten im Areal: 80 - 100

Sondierung der erfassten Untoten durch die Gelehrten sowie Auswertung des Arkanen Transmitters.


Nachfolgende Ergebnisse konnten ermittelt werden:


Menschenfresserghul

Untoten-Klassifizierung: Leichnam

Rang: Vorhut

Tätigkeit: Überwachung der Region

Verhalten: Unauffällig

Herkunft: Hierbei handelt es sich eindeutig um verschiedene Soldaten Lordaerons, deren Seelen aufgrund grausamer, geistiger Prozesse keine Ruhe fanden. Die erschreckende Tatsache beläuft sich auf den Fakt, dass die Seelen der gefallenen Soldaten noch immer in den nekrotischen Wesenheiten verharren und förmlich nach Erlösung flehen. Eindeutig geht die Tatsache daraus hervor, dass diese Seelen nicht mächtig sind, Kontrolle über ihre verfaulenden Körper zu übernehmen oder diese gar zu steuern. Ein für mich sichtbarer Beweis, dass diese Untoten unter einem anderen, kollektiven Bewusstsein stehen.


Überladener Golem

Untoten-Klassifizierung: Zombie (Konstruktion)

Rang: Wache

Tätigkeit: Kontrolle des Pestwalds

Verhalten: Unauffällig

Herkunft: Ein grausiges Beispiel für die Erschaffung widerwärtiger, untoter Ungeheuer. Dieses Wesen, förmlich zusammengebaut und geflickt aus diversen Leichenteilen, symbolisiert den einst schweren Infanterie Teil der Geißel. Ähnlich vergleichbare Subjekte sollen heute noch von den Verlassenen zu Kriegszwecken eingesetzt werden. Scheinbar ist es Jenen nur möglich, die einfachsten Befehle aus zu führen und eignen sich kaum für handwerkliche Tätigkeiten oder Spähmissionen. Sowohl Tier- als auch Menschenteile sind in diese Riesen integriert.

Verfluchter Magier

Untoten-Klassifizierung: Gerippe

Rang: Zauberkundiger

Tätigkeit: Gehemmt in seiner wohl ursprünglichen Tätigkeit aufgrund fehlender Parameter

Verhalten: Irritiert

Herkunft: Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich hierbei um Zauberer aus den Reihen des Kults der Verdammten bzw. aus Verrätern der Kirin Tor, welche einst Kel Thuzad folgten. Diese Leichen können ihre ursprüngliche Aufgabe, wohl die Freilegung und Verbreitung Seuchen ähnlicher Substanzen und Gase, nicht mehr ausführen. Ich wage zu behaupten, dass diese Untoten im wesentlichen für die Assimilierung und Veränderung der hiesigen Flora mitverantwortlich sind. Ähnlich den zauberwirkenden Subjekten bei den Aasfeldern von Wintergarde verfügen diese verfluchten Magier ein breites Spektrum an Frostzaubern. Durch ihr wahnsinniges Verhalten stufe ich sie als gefährlich und unberechenbar ein.


Soldat der Geißel

Untoten-Klassifizierung: Gerippe

Rang: Soldat

Tätigkeit: Patrouille durch den Pestwald

Verhalten: Ruhig, wachend

Herkunft: Eindeutig Soldaten aus dem Regiment Stratholme. Mitunter auch teilweise wegtreue Arthas Soldaten, welche so freigläubig seinem Wahnsinn folgten. Marginal minderwertige Ausrüstung, teils verrostet. Lediglich von ihrer puren Zahl könnte eine Bedrohung ausgehen, sollte sich ihr Verhalten künftig ändern. Im direkten Zweikampf sollte ihr Bedrohungsgrad gering bleiben.

Fazit: Anhand des Beispiels der vertretenden Geißel Untoten im Pestwald lassen sich spezifische Kernpunkte vorweisen:

* Verhalten: Wie bei den untersuchten Subjekten in Nordend lassen sich parallel dazu gleichbleibende Muster zur Lordaeron Geißel vorweisen. Es besteht weder ein aktiver Nachgang missionarischer Tätigkeiten noch vorhandenes Aggressionspotential.

* Herkunft: Die „Lordaeron-Geißel“ im Pestwald gliedert sich im groben in nachfolgende Exemplare mit Bezug auf Herkunft:

- Menschliche Bewohner des ehemaligen Kronlandes.

- Diverse Leichenteile, vermutlich Amani-Trolle und Tiere

* Ausrüstung: Minderwertig bis brüchig

* Eingeschätzter Bedrohungsgrad (Stand Jahr 29): Ebenso wie die „Nordend-Geißel“ verweilt die „Lordaeron-Geißel“ in einem adäquaten Ruhemodus. Der Hauptbestandteil der vorhandenen Subjekte im Pestwald wurde durch Khel Thuzads Wirken im Jahre 20 hervorgerufen. Die Argentumdämmerung und regionale Kräfte halten die Geißel in Zaum, wobei wohl kaum großangelegte Maßnahmen nötig sein werden. Bedrohung entsteht meines Erachtens lediglich von den lebenden Zauberwirkern des Kults der Verdammten, welche mit Sicherheit versuchen, vollends Kontrolle über die Geißel zu erhalten.

* Prognose: Nach derzeitigen Wissensstand und der Erfassung der Anzahl an Geißel Dienern darf man davon ausgehen, dass es ratsam ist, die Region weiterhin zu betrachten als auch zu kontrollieren. Die doch starke Präsenz des Kults der Verdammten im Gebiet lässt vermuten, dass ihrerseits Pläne aufliegen, welche als besorgniserregend eingestuft werden dürfen. Hierfür muss der Realität ins Auge geblickt werden, dass der Kult der Verdammten aus lebenden, großteils menschlichen Zauberkundigen besteht und diese ihre eigenen dunklen Ziele verfolgen. Sollte es dem Kult der Verdammten gelingen, die Geißel Diener zu aktiven Handlungen zu zwingen, dürfen mögliche Entwicklungen als fatal und prekär eingestuft werden.

* Empfohlene Maßnahmen: Es ist davon aus zu gehen, dass Mitglieder des Kults der Verdammten, primär die Thuzadiner Zauberwirker, weiterhin bemüht sein werden, die Zahl der Geißel Diener zu mehren. Aufgrund mangelnder militärischer Fachkenntnis sollte der Rat militanter Kräfte eingeholt werden. Die permanente Kontrolle durch die Argentumdämmerung ist zu begrüßen.

* Arkane Untersuchung: Diverse Analysezauber aus dem Spektrum der Weissagung Schule ergaben, dass sich nekrotische Linien in mehrere vorhandene Standpunkte in der Nähe aufteilen. Dies ergibt Sinn, wenn man davon ausgeht, dass die lokalen Ziggurate (Stratholme) hier als Signalgeber für die Geißel fungieren. Es ist davon aus zu gehen, dass eine direkte mentale Verbindung zum Lichkönig (?) aufgrund der enormen Strecke zum Frostthron nicht möglich ist. Daher fungieren diese baufälligen Ziggurate mit ihren Ashajri Kristallen als knotenfokusierende Phalanxpunkte, welche die energetischen Quellenmuster nekromantischer Wellen von der Ferne bündeln und an die Geißel Diener direkt weiter geben. Vereinfacht ausgedrückt: Der Frostthron als Sender übermittelt die Befehle an die Ziggurate als Empfänger, da eine direkte Befehlsübermittlung aufgrund der Entfernung nicht möglich ist.

* Umgebungsuntersuchung: Die freigesetzten Toxine vergangener Seuchenkessel, welche einst die Seuche über die Lande verbreiteten, deformierten die Natur ausschlaggebend. Blumen, Sträucher und Bäume mutierten zu abartigen nekrotischen Gebilden, welche erneut als Brutstätte untoter Verderbtheit fungieren. Eine Kettenreaktion zur Umbildung vorhandener Naturgesetze wurde ausgelöst und ein in sich abgeschlossenes „Ökosystem“ geschaffen. Ein absurdes Abbild von der uns verbundenen Flora und Fauna. Es zeugt lediglich vom erschreckenden Größenwahn des Lichkönigs, der seine Ideologie des Unlebens nicht nur auf fleischliches Leben, sondern sogar der pflanzlichen Basis aufdrängt. Gewisse Tendenzen einer neuen Weltordnung, die der Lichkönig wohl anstrebte, sind eindeutig aus zu machen. Dies steht im krassen Widerspruch zu seinem eigentlichen Schöpfer, Kil Jaeden, der als ein Anführer der Brennenden Legion ein komplett konträres Ziel verfolgte. Ich erkenne darin einen schöpferischen Akt in der surrealen Wertigkeit aus dem Gedankengut des Lichkönigs heraus.

Bedauerlicherweise muss ich nach derzeitigen Stand der Wissenschaft einräumen, dass eine Restauration des Waldes um Stratholme als unmöglich eingestuft werden kann. Selbst ein flächendeckendes Feuer von immensem Ausmaß könnte nicht alle Keime zu 100 % tilgen, geschweige denn, dass eine solche Reinigung überhaupt möglich wäre auf diesem Wege. Der hochkonzentrierte Einsatz von Gaben der Natur wäre hier der einzig plausible Ansatzpunkt, wobei ich auf die Druiden von Darnassus oder den Zirkel des Cenarius verweise. Falls ihr Wirken jedoch überhaupt von Erfolg gekrönt sein mag, so würde dies Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte andauern, so meine persönliche Einschätzung. Immerhin konnten Punkte rund um bewohnte Gebiete der Argentumdämmerung gereinigt werden, worauf ein reaktionärer Prozess blühenden Lebens zu vernehmen ist. Bäume und Graswerk etabliert sich sichtbar langsam und sofern dieses nicht von den nekrotischen Ausartungen erneut deformiert wird, kann sich mitunter langsam ein uns bekanntes ökologisches System ergeben.


Vergleichsbericht Lordaeron Geißel / Nordend Geißel:


Betrachtet man beide Gruppierung gleich, welche im Endeffekt ideologisch, militärisch als auch „sozial“ eine Einheit bilden, ergeben sich lediglich Differenzierungen Herkunft spezifischer Art. Als Erschaffer der Lordaeron Geißel darf Kel Thuzad genannt werden, während der Lichkönig selbst großteils in Nordend Hand anlegte. Beide Gruppierungen befinden sich in einen „Ruhezustand“ und verharren ohne grobe Veränderungen an Stand und Ort. Dies bekräftigten auch hiesige Fraktionen wie die Argentumdämmerung oder der Orden des Erbauers. Ein Teil der Geißel, besonders Jene welche ihre Aufgabe nicht mehr ausführen können, verfielen Wahn ähnlichen Verhaltensmustern. Abschließend kann ich bekunden, dass von der Geißel aktuell (Jahr 29) keine aktive Gefahr droht. Besorgniserregend sind hingegen die Bemühen des Kults der Verdammten. Dieser könnte die Lethargie der Geißel mit bestimmten magischen Maßnahmen oder nekrotischen Zaubern beenden und unter seine Kontrolle bringen. Gespräche mit den freien Bewohnern der Pestländer ergaben unter anderem, dass Gerüchte vorherrschen, in welchen von der Existenz einer Nekromantenschule in der Umgebung gesprochen wird. Sollte es künftig beabsichtigt werden, die Pestländer zurück zu erobern um langfristig den Urzustand Lordaerons wieder her zu stellen, wird man um großangelegte militärische Manöver nicht umher kommen. Noch immer werden große Gebiete von der Geißel beansprucht. Aus magischer Sicht und wissenschaftlicher Betrachtung wäre es interessant, die Thesis von nekromantischen Kontrollzaubern zu justieren um deren Wirkungsgrad grundlegend neu aus zu richten. Ich wage zu behaupten, dass man dadurch entweder die einzelnen Geißeldiener mental frei geben könnte oder sie gar befehligen, mit dem Hintergrund, dass sich Jene gegenseitig ausmerzen. Jedoch müsste man aller Wahrscheinlichkeit eine Koppelung zum kollektiven Bewusstsein der Geißel anstreben, was wohl magisch eine enorme Herausforderung darstellen würde und jeden klaren menschlichen Verstand in den Abgrund des Wahnsinns befördert. Hinzu folgt die delikate Note dieser Sache, was sicher mit einer Anklage von Häresie enden würde, sollten öffentliche politische Ämter davon erfahren. Das bedeutet für mich sowohl wissenschaftliche als auch ideologische unüberwindbare Barrieren vorhanden sind, welche einer vollständigen Aufklärung im Wege stehen. Aus diesen beiden Gründen rate ich von einer Vertiefung der Forschung ab und rate, vorhandene Studienergebnisse als ausreichende Grundlage an zu nehmen und diese Ergebnisse zu intensivieren.

Empfehlung:
Sollte eine Unternehmung darauf gezielt sein, die Geißel aktiv zu bekämpfen und magische Hilfe anberaumt werden, rate ich persönlich zu Folgendem. Die Intensivierung der arkanen Schulen der „Bannung“ und „Nekromantie“ (Ad Scriptum: Nicht in ausführender Handlung sondern als Hintergrundinformation ob der Beschaffenheit dunkler Magie) ist hier ein zielführender Faktor. Zauberkundige welche in diesen Sparten ihr Studium erweitert wissen, können hierbei von enormen Wert sein und einen positiven Beitrag im Kampfe wider der Dunkelheit leisten. Weiteres empfehle ich die Untersuchung an den Massenkontroll Artefakten der Geißel, wie den Ash'ari Kristallen in Stratholme. Meines geringen Wissens darüber symbolisieren diese den Schlüssel zu Kenntnis über nekrotische Kontrolleffekte. Es könnte durchaus der Fall sein, dass der Lichkönig eine Essenz seiner selbst darin integrierte oder enorme magische Energien darin bündelte. Diese Kristalle befinden sich meist über Zigguraten von wo diese ein flächendeckendes Netz mit Kontrollmagie über den Untoten halten. Nach einer umfassenden Untersuchung ob eine Analyse der Ash'ari Kristalle als ungefährlich gewertet werden darf, empfehle ich die Ausrichtung eines Projekts dafür. Dem einher gehend wäre natürlich ein Lokalaugenschein ob der Verhältnisse in Stratholme ratsam.

Haftung: Für die Resultate aus der Anwendung des hier vorliegenden Wissens wird keine Haftung übernommen. Es wird seitens der Autorin geraten, bei eigenen Forschungsvorhaben, Abstand von der Geißel zu nehmen. Weiteres mag es zielführend sein Vertreter der arkanen Künste und / oder Gesandte eines klerikalen Lichtordens zu konsultieren.

Die Geißel ist ein schändliches Produkt des Lichkönigs, erschaffen mit dem Ziel der Vernichtung allen Lebens. Nekromantie ist ein chaotischer Zweig der arkanen Schulen der in den geistigen und moralischen Abgrund führt. Hände weg davon!
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